Segen für Haus, Fahrzeug und Mannschaft

Feuerwehr Alkofen feiert Maiandacht, Ehrenabend sowie die Segnung des erweiterten Gerätehauses und des neuen Gerätewagens Logistik 1

Pfarrer Gerhard J. Stern und Pfarrerin Barbara Kovarik segneten das Fahrzeug und erbaten allzeit gesunde und unversehrte Rückkehr von Übungen und Einsätzen.

Ein Freudenfest: Fahnenjunker Michael Wiegmann (stehend, v.l.), KBM ChristianKirschner, Vorsitzender MatthiasGerstl, Kommandant Michael
Kromer, 2. Kommandant Roland Lorenz, Bürgermeister Florian Gams, MdL Stefan Meyer, KBI Stefan Drasch, KBM Robert Anzenberger, 2.
Vorsitzender Hans Gerstl, Fahnenjunker Matthias Kromer sowie Josef Diewald (sitzend, v.l.), Franz Graf, Josef Hobelsberger, Hans Kovarik,
Festmutter Nathalie Lorenz, Hans Weber, Uwe Gaina, Josef Urlbauer und Gerald Baumgartner

Alkofen. Mit einer Maiandacht hat die Freiwillige Feuerwehr Alkofen einen besonderen Abend eröffnet: Im Mittelpunkt standen die Segnung des erweiterten Feuerwehrgerätehauses und des neuen Gerätewagens Logistik 1 sowie die Ehrung langjähriger Mitglieder. Zahlreiche Gäste waren gekommen, um diesen Anlass gemeinsam mit der Wehr zu feiern.

Pfarrer Gerhard J. Stern gestaltete die traditionelle Maiandacht der Feuerwehr Alkofen. In einem würdigen Rahmen wurde dabei Schutz und Beistand für die Feuerwehrdienstleistenden, ihre Familien und die gesamte Dorfgemeinschaft erbeten. Anschließend segneten Pfarrer Stern und Pfarrerin Barbara Kovarik den neuen Anbau sowie den Gerätewagen Logistik 1. Dabei wurde besonders darum gebetet, dass alle Feuerwehrdienstleistenden von Übungen und Einsätzen stets gesund und unversehrt zu ihren Familien zurückkehren mögen. Ebenso stand der Wunsch im Mittelpunkt, dass das Gerätehaus und das neue Fahrzeug immer mit Leben gefüllt sein sollen – als Orte der Kameradschaft, der Ausbildung und der Hilfe für andere.

Im Anschluss an den kirchlichen Teil begrüßte Vorsitzender Matthias Gerstl die zahlreichen Ehrengäste. Sein besonderer Gruß galt Diakon Anton Fliegerbauer, Altlandrat Franz Meyer, MdL Stefan Meyer, Altbürgermeister Hans Gschwentner sowie Bürgermeister Florian Gams mit Mitgliedern des bisherigen und des neuen Stadtrates.

Von Seiten der Feuerwehrführung hieß Gerstl Kreisbrandinspektor und Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Stefan Drasch, den örtlich zuständigen Kreisbrandmeister Christian Kirschner, Kreisjugendwart KBM Robert Anzenberger sowie Ehrenkreisbrandmeister Eduard Fischer willkommen. Ein besonderer Gruß galt zudem dem Patenverein, der Freiwilligen Feuerwehr Pleinting, sowie den Abordnungen der weiteren Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Vilshofen. Aus den eigenen Reihen begrüßte Gerstl Fahnenmutter Rosmarie Kovarik, Festmutter Nathalie Lorenz, Ehrenkommandant und Ehrenvorstand Josef Kovarik, Ehrenkommandant Helmut Knapp sowie die Ehrenmitglieder Franz Giermeier, Josef Hobelsberger und Hans Kovarik. Darüber hinaus nahmen zahlreiche aktive und passive Mitglieder an der Feier teil.

In seinem Grußwort stellte Gerstl heraus, dass dieser Abend weit mehr sei als ein offizieller Festakt. Der Erweiterungsbau und das neue Fahrzeug seien sichtbare Zeichen für ehrenamtliches Engagement, Zusammenhalt und die Bereitschaft, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. Zugleich dankte er allen, die die Feuerwehr Alkofen über viele Jahre begleitet und unterstützt haben.

Kommandant Michael Kromer blickte anschließend auf den langen Weg bis zur Fertigstellung von Anbau und Fahrzeug zurück. Bereits 2015 war unter dem damaligen Kommandanten Helmut Knapp ein Bedarfsplan entstanden, mit dem die Feuerwehr Alkofen ihre Einsatzfähigkeit nachhaltig stärken wollte. Aufgrund der topografischen Lage, des weitreichenden Schutzgebietes und der teilweise schwierigen Löschwasserversorgung stand zunächst die Beschaffung eines Tanklöschfahrzeugs im Raum. Aus dem Feuerwehrbedarfsplan für das Stadtgebiet entwickelte sich später jedoch eine andere Lösung: Nach dem LF 20, das 2020 nach Alkofen kam, sollten ein Gerätewagen Logistik 1 sowie ein dritter Stellplatz am Gerätehaus folgen.

Der entsprechende Beschluss des Stadtrates wurde 2021 gefasst. Der Anbau sollte dabei nicht nur Platz für das neue Fahrzeug schaffen, sondern auch neue Alarmumkleiden und ein Einsatzmittellager aufnehmen. Nach Ausschreibung, Vergabe und Baubeginn entstand Schritt für Schritt der Erweiterungsbau. Bereits Ende 2024 konnte dieser bezogen werden, während sich die Auslieferung des neuen Gerätewagens deutlich verzögerte. Der ursprüngliche Liefertermin Ende 2023 wurde mehrfach verschoben; erst im Januar 2026 konnte die Feuerwehr Alkofen den Gerätewagen Logistik 1 schließlich übernehmen.

Besonders hob der Kommandant die große Eigenleistung der Feuerwehr hervor. Rund 1.000 Stunden wurden durch die Aktiven und weitere Vereinsmitglieder eingebracht – unter anderem beim Innenausbau, bei Malerarbeiten und zahlreichen Detailarbeiten. Ein besonderer Dank galt seinem Stellvertreter Roland Lorenz, der mit rund 200 Stunden Eigenleistung und großem organisatorischem Einsatz maßgeblich zum Gelingen des Projektes beigetragen habe.

Dank ging auch an örtliche Betriebe, die Material gespendet oder Maschinen verliehen hatten. Der Anbau sei, so Kromer, kein Einzelprojekt gewesen, sondern ein echtes Gemeinschaftswerk vieler Hände.

Bürgermeister Florian Gams würdigte in seinem Grußwort die Leistung der Alkofener Wehr und dankte ausdrücklich für die enorme Eigenleistung. Ursprünglich war der Anbau mit rund 200.000 Euro geplant worden, die tatsächlichen Kosten beliefen sich letztlich auf etwa 420.000 Euro. Der Freistaat Bayern unterstützte die Maßnahme mit einer Förderung von etwa 30.000 Euro. Auch beim neuen Gerätewagen Logistik 1 gab es finanzielle Unterstützung: Jeweils etwa 35.000 Euro kamen vom Freistaat Bayern und vom Landkreis Passau. Gams dankte zudem der Verwaltung für die planerische und organisatorische Begleitung sowie der Feuerwehr für die aktive Unterstützung bei Beschaffung und Finanzierung. Den geehrten Mitgliedern gratulierte der Bürgermeister herzlich und dankte ihnen für ihre langjährige Treue.

Auch Kreisbrandinspektor Stefan Drasch, zugleich Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Passau, gratulierte zur Erweiterung des Gerätehauses und zum neuen Fahrzeug. Der Gerätewagen Logistik 1 stärke die Einsatzkraft der Feuerwehr Alkofen deutlich – sowohl im örtlichen Bereich als auch bei überörtlichen Einsätzen. Gerade wegen des großen Schutzgebietes, der dezentralen Ortsteile und der anspruchsvollen Löschwasserversorgung sei das Fahrzeug ein wertvoller Baustein für die Sicherheit. Drasch betonte, dass sich die Feuerwehr gut auf die neuen Aufgaben vorbereitet habe, und dankte auch dem Feuerwehrverein für dessen finanzielle Unterstützung.

Im Mittelpunkt des Ehrenabends standen zudem verdiente Mitglieder der Feuerwehr Alkofen. Eine besondere Ehrung erhielt Ehrenmitglied Josef Hobelsberger für 65 Jahre Mitgliedschaft. Er trat bereits 1961 der Alkofener Wehr bei und war bis 2002 im aktiven Dienst als Gruppenführer tätig. Besonders hervorgehoben wurde sein großer Einsatz beim Bau des Feuerwehrgerätehauses, wo er allein über 1.000 Stunden leistete. Passend dazu konnte er nun im Rahmen der Segnung des erweiterten Gerätehauses erneut für seine langjährige Verbundenheit ausgezeichnet werden.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Ehrenmitglied Hans Kovarik geehrt. Kovarik trat 1976 der Wehr bei und war bis 2022 im aktiven Dienst sowie als Gruppenführer tätig. Von 2015 bis 2024 stand er dem Verein als Vorsitzender vor. In seine Amtszeit fiel mit dem 125-jährigen Gründungsfest ein besonderer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden außerdem folgende Mitglieder der Feuerwehr Alkofen geehrt beziehungsweise waren für eine Ehrung vorgesehen:

25 Jahre: Josef Diewald, Andreas Urlbauer, Stefan Weizenwieser

30 Jahre: Simone Schneider

35 Jahre: Gerald Baumgartner, Uwe Gaina, Stefan Grill, Michaela Lorenz, Roland Rauch, Johann Weber

45 Jahre: Franz Graf

50 Jahre: Josef Urlbauer

Nach dem offiziellen Teil klang der Abend in kameradschaftlicher Runde aus. Beim gemeinsamen Beisammensein nutzten die Gäste die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.